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| Newsletter klein-klein-Verlag 04.05.07: Menschen bei Maischberger Nr.2 |
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Newsletter-klein-klein-verlag vom 04.05.2007
Menschen bei Maischberger Nr. 2
Sendung vom 1. Mai 2007
von Veronika Widmer
Professor Kurth führt das Robert-Koch-Institut vor
Zum Thema Impfgegner wurde in die ARD-Sendung: Menschen bei Maischberger, Dr. Köhnlein zwar nicht eingeladen, aber interviewt. Der Grund, warum Dr. Köhnlein an der Sendung nicht teilnahm, lag darin, dass Professor Kurth sich nicht öffentlich mit einem Impfgegner streiten wollte.
Im Verlauf der Sendung äußerte Frau Maischberger: Wir haben Dr. Köhnlein auch gefragt, ob er in die Sendung kommen will. Zu Professor Kurth gewanndt fuhr sie fort, Sie haben uns gesagt, Sie wollen mit so einem Impfgegner sich nicht wirklich streiten, weil es nicht dem entspricht, was Sie für verantwortungsvoll finden, aber wir wollten jetzt ... Hier unterbrach Professor Kurth Frau Maischberger mit einem unverständlichen Einwand, sie erwiderte: Jedenfalls war das unsere Auskunftsweise hierzu, nicht?Professor Kurth: Also ich streite mich genug mit Impfgegner, jede Menge, eh, bezogen auf Ihre Feindbilder.
Frau Maischberger: Ich würde ihn jetzt gerne noch mal zu Wort kommen lassen, …
In dem eingespielten Interview führte Dr. Köhnlein aus: Man hat schon den Eindruck, Ängste werden in der Bevölkerung bewusst geschürt, damit anschließend die Impfungen auf den Markt gebracht werden und verkauft werden können. Dieser Eindruck drängt sich immer mehr auf. Dagegen versuchen wir anzukämpfen, ja, denn das sind ja alles Gelder, die der Steuerzahler letztlich aufbringt, für nichts. (...) Aber weil solche Milliarden auf dem Spiel stehen, ist eine Diskussion über dieses Thema offenbar nicht möglich, wie man ja auch sieht, in diesem Fall dem Professor Kurth, sich mit Impfgegner lieber nicht unterhält.
Professor Kurth entgegnete: Also ich unterhalte mich möglicherweise mehr wie jeder andere Mediziner mit Impfgegnern.
Möglicherweise? Tatsächlich beantwortet Professor Kurth nicht einmal Schreiben mit konkreten wissenschaftlichen Fragen, die an ihn gestellt werden!
Professor Kurth weiter: ... auch öffentlich, wir haben auch die besseren Argumente, ich habe auch gar nichts dagegen, in einer Sendung wie dieser mit Impfgegner mich auszutauschen, nur muss es halt schon seriös und auf gewissen Kenntnissen beruhen. (...) Aber die Milliarden, die er anspricht, interessieren uns ja nicht, wir sind Wissenschaftler eines Bundesinstituts, wir haben mit der Pharmaindustrie da überhaupt keinen Konsens, keine Verbindung, wenn wir nicht überzeugt wären von dem, was wir tun und propagieren, würden wir es ja nicht tun, warum auch?Professor Kurth betont noch einmal, dass sich das Robert-Koch-Institut keine Forschung von der Pharmaindustrie bezahlen lässt! Das sei ein Grundsatz!
Ob Professor Kurth die besseren Argumente hat, werden wir in den nachfolgenden Newslettern zur Sendung noch klären. Das Argument, das Bundesinstitut Robert-Koch-Institut wäre pharmaunabhängig, klären wir sofort:
Die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) am Robert-Koch-Institut stellt sich folgendermaßen vor: Die AGI ist ein System zur Überwachung der Influenza in Deutschland, durchgeführt vom Robert-Koch-Institut, Berlin (Federführung), dem Deutschen Grünen Kreuz, Marburg und den Nationalen Referenzzentren für Influenza, Berlin und Hannover.
Die Arbeit der AGI wird von 5 pharmazeutischen Herstellern von Influenza-Impfstoffen finanziell unterstützt. Das Robert-Koch-Institut selbst erhält keine finanzielle Unterstützung und wird ausschließlich vom Bund getragen. Ein 9-köpfiger Beirat berät die AGI in wissenschaftlichen Fragen.
Die Arbeitsgemeinschaft Masern (AGM) ist eine gemeinsame Initiative des Robert-Koch-Instituts (RKI) und der beiden Impfstoffhersteller Aventis Pasteur MSD und Glaxo SmithKline Pharma. Das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) ist für die Organisation und Durchführung der Feldarbeit sowie die laufende Erfassung der Daten verantwortlich.
Dem nicht genug, finanziert die impfstoffherstellende Industrie die Arbeitsgemeinschaft Masern und die Arbeitsgemeinschaft Influenza am Robert-Koch-Institut, es fungieren auch Mitarbeiter der Pharmaindustrie als Mitglieder in den Arbeitsgemeinschaften am Robert-Koch-Institut, ebenso wie Mitarbeiter des Robert-Koch-Instituts auch wissenschaftliche Berater in der Pharmaindustrie stellen.
Warum das RKI also daran interessiert ist, dass Impfstoffhersteller ihre Produkte verkaufen, erklärt sich auch aus der Finanzierung der verschiedenen Arbeitsgemeinschaften am RKI, die von der Pharmaindustrie zumindest zu einem Großteil übernommen wird. Es geht also um die Erhaltung der Arbeitsplätze der Wissenschaftler und nicht um die Gesundheit der Bevölkerung.
Allerdings beziehen einige Mitarbeiter des Robert-Koch-Instituts, eines Bundesinstituts, direkt und persönlich Honorare von der Pharmaindustrie. Als Beispiel sei hier Professor Schmitt, Präsident der Impfstoffempfehlenden Behörde der STIKO, genannt.
Auf der Webseite von GlaxoSmithKline wird dem Leser eine unhabhängige impfbewerbende Internetseite angeboten: ...die produkt- und herstellerunabhängige Pro-Impfen-Webseite des STIKO-Vorsitzenden Professor Schmitt: www. gesundes-kind.de ...
Im Impressum der Webseite Gesundes-Kind wird als Verantwortlicher der Seite allerdings die Pharmafirma GlaxoSmithKline aufgeführt:
Impressum/ Nutzungsbedingungen GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, Vertreten durch die GlaxoSmithKline Verwaltungs GmbH.
Hier erscheint Professor Schmitt, neben Prof. Dr. med. Fred Zepp, Vorstand der Stiftung Präventive Pädiatrie, dann lediglich als medizinischer Berater: Dieser Webauftritt wäre ohne die wissenschaftliche Beratung der Kinderklinik der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz nicht möglich gewesen. Wir bedanken uns hierfür bei Prof. Dr. med. Fred Zepp, (...) Prof. Dr. med. Heinz J. Schmitt.
Aber nicht nur für die firmeneigene Webseite Gesundes-Kind von der Pharma GlaxoSmithKline, die als unabhängige Beratungsseite von Professor Schmitt beworben wird, zeichnen sich die oben genannten Professoren mitverantwortlich, sondern auch für den eigentlichen Internetauftritt der Pharmafirma GlaxoSmithKline: Wissenschaftlich unterstützt wird die Website von Prof. Dr. Fred Zepp, (...) und von Prof. Dr. Heinz J. Schmitt, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut in Berlin.
Nach eigener Aussage kooperiert Professor Schmitt mit den Firmen GlaxoSmithKline und Chiron-Behring, beides Impfstoffhersteller. Weiter hält er den Vorsitz im Beirat der Deutschen Gesellschaft für pädiatrische Infektiologie, die unterstützt wird von den impfstoffherstellenden Pharmafirmen Aventis Pasteur MSD GmbH, Aventis Pharma Deutschland GmbH, Bristol-Myers Squibb, GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, Infectopharm, MSD Sharp & Dohme GmbH, Wyeth Pharma GmbH.
Außerdem ist er tätig in der Beratung und Fortbildung für Infectopharm, Grippeimpfstoffhersteller und Träger des Helmut-Stickl-Preises 2006, dotiert mit 10.000 Euro, finanziert vom Impfstoffhersteller Sanofi Pasteur MSD GmbH.
Allerdings ist Korruption im Gesundheitswesen nichts Neues. Bereits im Jahr 1994 beschäftigte sich der Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestags mit dem, was AIDS-Bluterskandal genannt wurde in Zusammenhang mit Professor Dr. Reinhardt Kurth, Präsident des RKIs. Im Untersuchungsausschussbericht steht: Der Untersuchungsausschuß hält es vielmehr – mit Blickrichtung auf die Genehmigungspraxis – für problematisch, daß Mitarbeiter einer Bundesoberbehörde die Genehmigung erhalten, für pharmazeutische Unternehmen privatgutachterlich tätig zu werden oder Personal, Einrichtungen und Material des Dienstherrn in Anspruch zu nehmen, für deren Produkte eine Zuständigkeit der Behörde in anderem Zusammenhang begründet ist.
Quellen:
Dr. Steffen Rabe, Ärzte für individuelle Impfentscheide
Webseite www.gesundes-kind.de
Webseite www.rki.de
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